Um die Notfallversorgung in der Region zu verbessern, haben sich 12 Kliniken zum Traumanetzwerk Mittelfranken zusammengeschlossen. Am gestrigen Mittwoch gab es dafür für 11 Kliniken offiziell die Zertifikate, welche durch eine externe Firma (Diocert) im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) vergeben wurden. Auch das Stadtkrankenhaus Schwabach engagiert sich im Traumazentrum.
Das wichtigste Ziel dieses Projektes ist eine Verbesserung in der Versorgung von Schwerverletzten in der Region. Durch eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kliniken und den Rettungsdiensten wird in Zukunft die verbesserte Versorgung von Schwerverletzten gewährleistet werden. Das Stadtkrankenhaus Schwabach wurde bereits am 30.11.09 als lokales Traumazentrum zertifiziert. Neben dem Stadtkrankenhaus sind die Uniklinik Erlangen, das Klinikum Fürth, die Kreisklinik Gunzenhausen, das Krankenhaus Nürnberger Land, die Klinik Neustadt a. d. Aisch, das Klinikum Nürnberg, die Kliniken Dr. Erler Nürnberg, das Klinikum Neumarkt, das St. Theresien-Krankenhaus Nürnberg und das Krankenhaus Rummelsberg als Traumazentren zertifiziert.
Nun folgte die Zertifizierung des gesamten Netzwerkes. Die Kliniken sind nun zur Zusammenarbeit in der Versorgung von Schwerverletzten verpflichtet. „Im Bedarfsfall steht ohne zeitaufwändige Suche immer ein Haus zur Verfügung, das spezielle Verletzungen versorgen kann“ erklärt Dr. Iris Trompler, Departmentleiterin der Unfallchirurgie und Orthopädie am Stadtkrankenhaus. Über ein „Traumatelefon“ ist sofort ein kompetenter Ansprechpartner verfügbar. „Bei der Versorgung und Behandlung der Unfallopfer kommt es oft auf jede Sekunde an”, führt die Fachärztin weiter aus. Bei einem schweren Unfall geht es für das Opfer oftmals um Leben oder Tod umso wichtiger ist eine effektive, strukturierte Zusammenarbeit in diesem Bereich.