Der Begriff Adipositas leitet sich ab vom lateinischen Wort "adeps" (= Fett) und bedeutet Fettleibigkeit/ Fettsucht.
Die Definition erfolgt über den sogenannten "Body-Mass-Index" (BMI). Dieser beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße.
BMI-Berechnung:
BMI = Körpergewicht : (Körpergröße)2 [Einheit kg/m2]
Bei einem BMI > 25 kg/m2 spricht man von Übergewicht,
ab einem BMI von > 30 kg/m2 von Adipositas.
Weltweit sind derzeit ca. 1,7 Milliarden Menschen übergewichtig, 300 Millionen adipös! Adipositas nimmt immer mehr zu. Das hat negative Folgen für die Gesundheit und die Lebensqualität des Einzelnen, aber auch für das gesamte Gesundheitssystem.
Häufige Folgeerkrankungen der Adipositas sind Diabetes mellitus Typ II, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Gelenkverschleiss und Atemstörungen mit Atempausen im Schlaf oder Schnarchen (Schlafapnoe).
Bei Adipösen kommt es häufig zum Auftreten eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms (OSAS), mehr als 30% aller Adipositas-Patienten sind hiervon betroffen. Mehr Informationen...
Durch konservative Behandlungsmethoden, d.h. diätetische Maßnahmen, körperliche Bewegung und Selbstdisziplin erreichen die meisten Patienten kurzfristige Erfolge, können aber keine dauerhafte und ausreichende Reduktion ihres Gewichtes erzielen und halten.
Für die operative Behandlung der morbiden Adipositas sind in den letzten Jahren vorallem "minimal-invasive" (laparoskopische) chirurgische Verfahren entwickelt worden. Bei diesen sog. "bariatrischen" Eingriffen handelt es sich nicht um kosmetische Operationen, sondern eine Therapieform, mit der eine gezielte langfristige Gewichtsreduktion erreicht werden kann und damit die Begleiterkrankungen und psychosozialen Folgen der Adipositas behandelt und/ oder verhindert werden sollen.