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Adipositaschirurgie



Am 01. Januar 2007 übernahm Priv. Doz. Dr. med Thomas Horbach die Chefarztposition für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Stadtkrankenhaus Schwabach. Hierdurch wurde zeitgleich das Adipositaszentrum des Universitätsklinikums Erlangen um einen zuätzlichen Standort erweitert. 

Chefarzt Dr. Horbach ist stellvertretender Vorsitzender der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Adipositastherapie (CA-ADIP) und verfügt über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der sogenannten "Bariatrischen Chirurgie" (=Adipositaschirurgie). Zweimal jährlich (zuletzt im Juni diesen Jahres) organisiert er in Zusammenarbeit mit der Firma Allergan und der Universitätsklinik Erlangen einen Gastric-Banding-Workshop.

 

Neuartiger Magenschrittmacher hilft Adipositas-Patienten beim dauerhaften Abnehmen



Das Stadtkrankenhaus Schwabach  hat als erste Klinik in Deutschland einem Patienten einen neuartigen Magenschrittmacher implantiert. Das abiliti-System bietet stark übergewichtigen Patienten eine Behandlungsmethode, die zu einer erheblichen Gewichtsabnahme führt ohne die typischen Nebenwirkungen anderer chirurgischer Verfahren. Weitere Informationen

Was ist Adipositas?



Videoclip Magenband Operation

Der Begriff Adipositas leitet sich ab vom lateinischen Wort "adeps" (= Fett) und bedeutet Fettleibigkeit/ Fettsucht.

Die Definition erfolgt über den sogenannten "Body-Mass-Index" (BMI). Dieser beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße.

 

BMI-Berechnung:
BMI = Körpergewicht : (Körpergröße)2     [Einheit kg/m2]

Bei einem BMI > 25 kg/m2 spricht man von Übergewicht,
ab einem BMI von > 30 kg/m2 von Adipositas.

Weltweit sind derzeit ca. 1,7 Milliarden Menschen übergewichtig, 300 Millionen adipös! Adipositas nimmt immer mehr zu. Das hat negative Folgen für die Gesundheit und die Lebensqualität des Einzelnen, aber auch für das gesamte Gesundheitssystem.

Häufige Folgeerkrankungen der Adipositas sind Diabetes mellitus Typ II, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Gelenkverschleiss und Atemstörungen mit Atempausen im Schlaf oder Schnarchen (Schlafapnoe).

Bei Adipösen kommt es häufig zum Auftreten eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms (OSAS), mehr als 30% aller Adipositas-Patienten sind hiervon betroffen. Mehr Informationen...

Durch konservative Behandlungsmethoden, d.h. diätetische Maßnahmen, körperliche Bewegung und Selbstdisziplin erreichen die meisten Patienten kurzfristige Erfolge, können aber keine dauerhafte und ausreichende Reduktion ihres Gewichtes erzielen und halten.

Für die operative Behandlung der morbiden Adipositas sind in den letzten Jahren vorallem "minimal-invasive" (laparoskopische) chirurgische Verfahren entwickelt worden. Bei diesen sog. "bariatrischen" Eingriffen handelt es sich nicht um kosmetische Operationen, sondern eine Therapieform, mit der eine gezielte langfristige Gewichtsreduktion erreicht werden kann und damit die Begleiterkrankungen und psychosozialen Folgen der Adipositas behandelt und/ oder verhindert werden sollen.

Minimal-invasive Methoden zur operativen Gewichtsreduktion:



  • Magenballon
    • Laparoskopisches Gastric Banding (Verkleinerung des Magenreservoirs durch verstellbares Magenband). [Nähere Informationen zu dem von uns verwendeten Magenband finden Sie auch unter www.lapband.com].
    • Laparoskopischer Magenbypass (Verkleinerung des Magenreservoirs in Kombination mit einer Reduzierung der Aufnahmefläche des Darmes). 
    • Laparoskopische biliopankreatische Diversion (BPD)
    • Schlauchmagenbildung (sleeve gastrectomy)

    Ziel der Verfahren ist, die Menge (und ggf. zusätzlich die Ausschöpfung) der Nahrung im Körper einzuschränken. Hierdurch kommt es bei der Nahrungsaufnahme zu einem schnelleren Sättigungsgefühl.

    Der durchschnittliche Gewichtsverlust nach Adipositas-Chirurgie liegt in Abhängigkeit vom jeweiligen Verfahren bei 60-70% des Übergewichtes. Die Steigerung der Lebensqualität ist erheblich und die Begleiterkrankungen nehmen deutlich ab.

    Welche Methode zur operativen Gewichtsreduktion die am besten Geeignete für den jeweiligen Patienten ist, wird individuell und im persönlichen Gespräch in unserer Adipositassprechstunde festgelegt.

    Für wen ist eine Operation grundsätzlich geeignet?



    Ob für Sie eine Operation im Bereich der Adipositas-Chirurgie (Gastric-Banding oder Gastric-Bypass) ein geeignetes Verfahren ist, können wir gemeinsam in unserer Sprechstunde besprechen.

    Folgende Voraussetzungen sollten Sie jedoch für eine solche Operation erfüllen:

    • BMI > 40 oder BMI > 35 und Folgebeschwerden wegen des Übergewichts 

                        BMI Rechner der Uni Hohenheim>

                        BMI Rechner von MyBMI>

    • Alter zwischen 18 und 60 Jahren
    • Sie haben wiederholt konservative Methoden (Diäten, Ernährungsberatung, Kuren) zum Abnehmen ohne dauerhaften Erfolg angewandt
    • Ihr Übergewicht ist nicht durch anders behandelbare Krankheiten verursacht, z.B. durch Schilddrüsenunterfunktion, Cushing-Syndrom
    • Sie sind zu einer lebenslangen Nachsorge, Ernährungsumstellung und regelmäßiger Bewegung bereit
    • Bevor Sie bei uns operiert werden, ist eine vorhergehende Untersuchung durch einen in der Behandlung von Essstörungen erfahrenen Psychologen/ Psychiater/ Psychosomatiker erforderlich

    So können Sie sich bei uns vorstellen:



    Die Sprechstunde ist Montag Nachmittag. Sie können gerne telefonisch unter 09122 182-296 einen Termin vereinbaren.

    Unterlagen für die Sprechstunde:



    1.      Für die ambulante Aufnahme:

    Bei Ihrem Besuch der Sprechstunde melden Sie sich bitte zuerst bei unserer Patientenaufnahme an. Bringen Sie bitte dafür einen Einweisungsschein Ihres Arztes mit.

    2.      Für die Sprechstunde

    Um die Vorbereitungsphase für eine mögliche Operation zu verkürzen, bitten wir Sie, wenn möglich, einige Unterlagen bereits zum Erstgespräch mitzubringen:

    • chronologisches Gewichtsprotokoll
    •  Aufstellung der Diäten

    Welche?

    Wie lange jeweils durchgeführt?

    Mit welchem Erfolg?

    Wie lange wurde das erreichte Gewicht gehalten?

    • Medikamentenanamnese: Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig?
    • Atteste von Ärzten, bei denen Sie in Behandlung sind, z.B. Hausarzt, Internist, Orthopäde, Psychiater/Psychologe; (Bestätigung, dass und warum der jeweilige Arzt eine solche Operation bei Ihnen als indiziert sieht)
    • Gegebenenfalls Kurberichte
    • Krankenkassenkontakt: Name, Adresse und Telefonnummer des zuständigen Sachbearbeiters

    Checkliste_Adipositas.pdf

    Hier können Sie eine Checkliste für die Sprechstunde runterladen

    Adipositas-Sportgruppe



    Im Rahmen unserer umfassenden Betreuung der Adipositas-Patienten bieten wir eine Adipositas-Sportgruppe mit Aktivitäten wei Nordic-Walking, Rückenschulung und Power-Fit und mehrere Kursangebote an.

    Für Terminvereinbarung erbitten wir Kontaktaufnahme mit Sonja Gattinger (Leitung der regionalen Selbsthilfegruppe), Kontaktdaten siehe unten:

    Adipositas-Selbsthilfegruppen



    In monatlichen Treffen können sich Betroffene  zum Thema Adipositas und  Adipositaschirurgie austauschen.

    Aktivitäten der Selbsthilfegruppe:

    • Beratung und Betreuung - von der Entscheidung zur Operation bis hin zur Betreuung nach der Operation
    • Regelmäßige Treffen (auch mit Kegeln, Schwimmen oder Ausflüge, etc.)
    • Vorträge und Informationsabende


    Ansprechpartner:

    Leiterin der Adipositas-Selbsthilfegruppe Schwabach
    Sonja Gattinger
    Unterrödel 2c
    91161 Hilpoltstein

    Telefon: 09177 484686
    Handy: 0174 3287802
    E-Mail: SonjaGattinger@online.de


    Leiterin der Adipositas Selbsthilfegruppe
    Ansbach und Nürnberg
    Ramona Gerbing

    Telefon: 09872/9569243
    Mobil: 0170/9396417
    E-Mail: info@adipositas24.de
    www.adipositas24.de

     

    Die SHG Ansbach trifft sich jeden 2. Freitag in Ansbach, Jahnstr. 2, in den Räumen von KISS, Die SHG Nürnberg trifft sich jeden 3. Freitag in Nürnberg, Am Plärrer 15, in den Räumen von KISS, KISS = Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen

     

       
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