Bessere Informationen im Wartebereich

Wartezeiten in den Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser sorgen immer wieder für Unmut – bei Patienten, Angehörigen, bei Ärzten und beim Pflegepersonal. „Die Situation ist unbefriedigend für alle", sagt Stadtkrankenhaus-Geschäftsführer Diakon Klaus Seitzinger. Ein Grund: Immer mehr Patienten gehen mit leichten Blessuren oder Halsschmerzen gleich ins Krankenhaus.

Wann in die Notaufnahme? 

Dabei wäre der Ärztliche Bereitschaftsdienst die richtige Wahl. Er stellt außerhalb der Öffnungszeiten der Praxen die medizinische Versorgung sicher. Bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen oder leichten Verletzungen können Patienten in Schwabach die kostenlose Telefonnummer 116117 (ohne Vorwahl) wählen. Informationen bietet auch das Ärztenetz Schwabach im Internet unter www.aerztenetz-schwabach.de an. Der Notarzt (Telefon 112) hingegen ist zu rufen, wenn ein lebensbedrohliches Krankheitsbild wie ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder eine schwere Verletzung vorliegt. Gleiches gilt für die Notaufnahme. „Natürlich weisen wir niemanden ab", so Notaufnahme-Leiter Andreas Wilhelm. „Da wir aber nach Dringlichkeit behandeln, müssen Patienten mit leichten Erkrankungen bei uns bisweilen länger warten."

Bessere Informationen

„Wir können die Wartezeiten nicht abschaffen", weiß auch Seitzinger. „Wir können aber versuchen, besser mit den wartenden Patienten zu kommunizieren und sie über die Hintergründe informieren." Wie das in der Praxis funktionieren soll, darüber tauscht man sich jetzt regelmäßig aus. Gemeinsam mit den Kollegen aus der Pflege, der Notaufnahme, den medizinischen Abteilungen und Bürgermeister Dr. Thomas Donhauser hat Notaufnahme- Leiter Andreas Wilhelm einen Meinungsaustausch ins Leben gerufen. „Wir tun unser Bestes. Schließlich wollen wir unsere Patienten so behandeln, wie wir auch selbst behandelt werden möchten."