Der Gewalt vorbeugen: Deeskalationstrainings

Immer mehr Gewalt gegen Ärzte und Pflegekräfte im Krankenhaus – einige Kliniken in der Region stellen seit Kurzem sogar spezialisierte Sicherheitsfachleute ein. Auch im Stadtkrankenhaus Schwabach kommt es hin und wieder zu unerfreulichen Auseinandersetzungen, zum Beispiel mit alkoholisierten Patienten oder Angehörigen.

Seminarleiter Horst Suck (r.) bringt den Teilnehmern des Seminars bei wie man z.B. Schläge abwehrt

Das Stadtkrankenhaus geht einen anderen Weg und bietet Deeskalationstrainings für Mitarbeiter aus den verschiedenen Abteilungen an. So sollen Krisensituationen von vornherein entschärft werden, damit sie gar nicht erst eskalieren. Ermöglicht wurden die Schulungen durch den Förderverein am Stadtkrankenhaus Schwabach.

„Unsere Mitarbeiter erlernen in den Seminaren, wie sie sich in brenzligen Situationen am besten verhalten“, erklärt Pflegedirektorin Johanna Sturm. „Zusätzlich werden sie aber auch in einfachen Verteidigungstechniken geschult, damit sie sich im Ernstfall selbst schützen können.“ Die Deeskalationstrainings werden von dem Polizeibeamten Horst Suck durchgeführt, der zugleich Ju-Jutsu-Trainer ist. "Wir bieten bereits seit mehreren Jahren individuelle Sicherheitsseminare in verschiedenen Bereichen an", so Horst Suck. "Die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft nimmt leider immer mehr zu. Selbst vor Behörden machen sie nicht halt." Mehr Informationen finden sich im Internet unter www.fds-seminare.de.

Der Bayerische Rundfunk berichtete in einem  Fernsehbeitrag in der Abendschau auch zu diesem Thema.