Qualitätsmanagement im Krankenhauslabor: Präzision ist Gebot, Kontrolle ist Pflicht

Das ist Routine für Maria Sturm und ihr Team: Bis zu 100 Blutbilder müssen jeden Tag im Labor des Stadtkrankenhauses Schwabach erstellt werden. Die Zusammensetzung des Blutes gibt Aufschluss über den Gesundheitszustand der Patienten und ist die Basis für eine präzise Diagnose und Therapie.

Maria Sturm vor dem Blutzellanalysegerät im Stadtkrankenhaus-Labor. Nicht immer reicht es, auf die Technik zu vertrauen.

Ausgestattet ist das Labor mit hochmodernen medizinischen Geräten, einem Blutzellanalysegerät zum Beispiel. „Dieses Gerät  kann in ganz kurzer Zeit die verschiedenen Zellen der weißen Blutkörperchen differenzieren“, erklärt Maria Sturm. Aber kann man sich auch wirklich rund um die Uhr auf die Werte verlassen?

Jeden Tag wird geprüft

„Wir führen tägliche Qualitätskontrollen durch; eine Messung der Messung sozusagen“, so Maria Sturm weiter. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben wird dabei anhand von Kontrollproben geprüft, ob die Messverfahren exakte Ergebnisse liefern. Die erhobenen Daten werden einmal im Monat ausgewertet. Zusätzlich nimmt das Stadtkrankenhaus viermal im Jahr an einer externen Qualitätskontrolle teil. Dabei wird Material von extern untersucht; die Ergebnisse gehen dann zum Abgleich wiederum an ein Referenzinstitut. "Der Aufwand ist sehr hoch, aber dient der Qualität und letztlich dem Wohle unserer Patienten", so Maria Sturm.

Fortbildungen für Mitarbeiter

Aber nicht immer kann man sich allein auf die Ergebnisse der hochmodernen Analysegeräte verlassen. „Es gibt Fälle, bei denen wir ganz genau hinschauen – zum Beispiel bei einem Verdacht auf eine akute Leukämie“, so Maria Sturm. "Dann greifen wir auf das bewährte Mikroskopieren zurück." Damit die Mitarbeiter im Labor in Sachen Know-How immer auf dem neuesten Stand sind, nehmen sie regelmäßig an Fortbildungen teil.